Lebensmittelhandwerk und Gastgewerbe müssen leben

Lebensmittelhandwerk und Gastgewerbe müssen leben
24.09.2022

Bäcker, Metzger, weitere traditionelle Betriebe, aber auch unser Gastgewerbe, brauchen jetzt endlich Hilfe!

Mainz. Das Lebensmittelhandwerk erlebt zurzeit eine beispiellose Kostenexplosion. Der SWR berichtete unlängst, dass neun von zehn Handwerksbetrieben durch eine Verdoppelung oder gar Verdreifachung der Energiepreise in ihrer Existenz bedroht werden. Zum Teil liegen die Steigerungsraten noch höher und gleichzeitig steigen die Preise für Weizen, Zucker und Hefe zum Teil in astronomische Höhen. Bereits jetzt, so stellt die Handwerkskammer in Koblenz heraus, liegt die Zahl der Insolvenzen bei Bäckereien doppelt so hoch wie im Jahr 2020. Die Ampel-Regierung fördert durch ihr Energiekostendämpfungs-Programm nur die industrielle Nahrungsmittelerzeugung. „Damit werden Discounter gesponsert und der Bäckerladen erhält nichts“ spitzt Gordon Schnieder, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, zu. Die Handwerksbetriebe waren in den letzten beiden Jahren – in der Corona-Krise – systemrelevant. „Jetzt“, so Schnieder „werden die gleichen Betriebe von der Ampel-Regierung im Stich gelassen.“ Schnieder, der auch CDU-Generalsekretär in Rheinland-Pfalz ist, fordert, dass das Lebensmittelhandwerk in das Energiekostendämpfungsprogramm aufgenommen wird und somit eine zielgerichtete Unterstützung erfährt. Als weitere Direktmaßnahmen macht er sich für die Abschaffung der Gasumlage für diese Betriebe und gleichzeitig die Einführung einer Energiegrundversorgung stark.

Schnieder führt weiter aus: „Gleiches gilt für unser Gastgewerbe. Wenn nicht schnell Unterstützung kommt, fahren die Betriebe gegen die Wand! Die Ampel im Bund und die Ampel im Land müssen jetzt endlich handeln. Viel Zeit haben die Unternehmen nicht mehr!“

Schnieder stellt heraus: „Jetzt zählt jede Kilowattstunde. Ganz gleich ob sie aus Kernenergie, Kohle oder Biogas produziert wird. Und es braucht endlich einen Gaspreisdeckel, der den Menschen und Unternehmen wirklich hilft. Einmalzahlungen reichen nicht aus, wir brauchen endlich eine Perspektive für langfristige Lösungen!“