Gesund leben in Zeiten der Corona-Krise

Gesund leben in Zeiten der Corona-Krise
04.03.2021

Die Corona-Krise verdeutlicht, wie wichtig eine gute Gesundheitspolitik ist! Schnieder will Maßnahmen, die auf den ländlichen Raum zugeschnitten sind.

Daun/Gerolstein. Die Gesundheitsversorgung bildet einen zentralen regionalen Entwicklungsfaktor. Neben dem demographischen Wandel in unserer Bevölkerung und der älter werdenden Ärzteschaft, stellt vor allem auch die Finanzierungsfrage unsere medizinische Versorgung vor große Herausforderungen. In Rheinland-Pfalz schlossen in den letzten Jahren bereits mehrere Krankenhäuser. An anderer Stelle wurden wichtige Abteilungen in Krankenhäusern aufgelöst. „Für den Bau unserer Krankenhäuser und für die gesamte Krankenhausinvestitionsförderung trägt alleine die Landesregierung die Verantwortung. Und sie ist an dieser Aufgabe gescheitert. Während zum Beispiel die Baukosten in den letzten 20 Jahren um 50% gestiegen sind, sind im gleichen Zeitraum die Förderungen nach dem Landeskrankenhausgesetz um 13% gesunken“, betont der Landtagsabgeordnete Gordon Schnieder.

Die Landesregierung habe die dringend erforderlichen Steigerungen bei den Investitionsförderungen schlichtweg nicht vorgenommen. Ein gravierendes politisches Versäumnis, dass sich jetzt massiv negativ auswirke. Ebenso wenig wurden über das Instrument der Krankenhausplanung die Weichen in den ländlichen Regionen so gestellt, dass eine Gesundheitsversorgung für alle auf hohem Niveau erhalten bleibe. Versäumnisse der Landesregierung bewirkten auch, dass viele Geburtsstationen aufgegeben wurden. „Wer kleine Krankenhäuser will, muss in kleine Krankenhäuser investieren“, betont Schnieder. „Die CDU fordert eine deutliche Erhöhung der künftigen Investitionsförderung.

Daneben müssen wir offen sein, auch neue Konzepte, wie z.B. „mobile Arztpraxen“ stärker in den Fokus zu nehmen. Darüber hinaus müssen Kommunen in die Lage versetzt werden, medizinische Versorgungszentren in eigener Trägerschaft zu gründen, wo Krankenhäuser und entsprechende Angebote fehlen.“ Auch die Telemedizin müsse dringend ausgebaut werden. „Hier darf es nicht um Leistungskürzungen gehen. Es muss im Gegenteil um einen deutlichen Ausbau der Telemedizin gehen, der gerade der immobilen und älteren Bevölkerung zu Gute kommt. Ich erwarte, dass sich das Land entsprechend deutlich positioniert“, erläutert Schnieder. „Alles in allem brauchen wir eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung aller Bürger. Es geht dabei um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land. Da darf es keine Abstriche geben“, so Schnieder abschließend.